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Eingeladene Sprecher

Liste aller zugesagten Sprecher

Dirk Bumann ist Professor für Infektionsbiologie am Biozentrum der Universität Basel. Seine Gruppe erforscht bakterielle Infektionen in Patient:innen und Mausmodellen – insbesondere, wo sich Bakterien im Gewebe befinden, wie sie sich dort anpassen und warum Antibiotika im Gewebe oft schlechter wirken als unter Laborbedingungen.

Stefan Linder ist Professor für Zelluläre Mikrobiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, wo er molekulare und zelluläre Mechanismen der Zelladhäsion, Migration und Phagozytose erforscht. Seine Forschungsgruppe interessiert sich insbesondere für die Dynamik des Zytoskeletts und der Membranen während der Aufnahme und intrazellulären Verarbeitung von Borrelia burgdorferi und Candida spp. durch primäre humane Makrophagen.

Naomi McGovern ist leitende Forscherin am Institut für Pathologie und am Loke Centre for Trophoblast Research der Universität Cambridge. Ihre Forschung konzentriert sich auf die speziellen Eigenschaften von Makrophagen an der Schnittstelle zwischen Mutter und Fötus, wobei der Schwerpunkt auf der Reaktion dieser Zellen auf Infektionen liegt. Ihre Gruppe untersucht Immunabwehrmechanismen gegen Listeria monocytogenes und das humane Cytomegalievirus, um aufzuklären, wie der Zeitpunkt und der Verlauf dieser Infektionen den Krankheitsverlauf beeinflussen.

Alexandre Persat ist Wissenschaftler und Ingenieur, dessen Arbeit an der Schnittstelle zwischen Physik, Mikrobiologie und Medizin angesiedelt ist. Er leitet ein Forschungslabor an der EPFL, das sich mit der Mechanobiologie von Infektionen befasst – dabei untersucht er, wie physikalische Kräfte, Materialeigenschaften und räumliche Beschränkungen das Verhalten von Bakterien, die Reaktionen des Wirts und die Antibiotikaresistenz beeinflussen. Seine Forschung kombiniert Mikrofluidik, Biophysik, Organoid-Infektionsmodelle und funktionelle Genomik, um nicht-klassische Determinanten der Pathogenität aufzudecken, insbesondere in Organismen wie Pseudomonas aeruginosa. Mit seinem fundierten ingenieurwissenschaftlichen Hintergrund und seiner Tätigkeit in einem hochgradig interdisziplinären Umfeld entwickelt er experimentelle und computergestützte Werkzeuge, um aufzudecken, wie Mikroben mit Geweben als physikalische Systeme und nicht nur als biochemische Systeme interagieren. Über die Forschung hinaus engagiert er sich aktiv in der Lehre im Bereich Bioingenieurwesen und Biomaterialien, betreut Auszubildende, organisiert wissenschaftliche Initiativen und erforscht translationale Wege, darunter antimikrobielle und Anti-Biofilm-Technologien. Seine Arbeit zielt darauf ab, eine Brücke zwischen grundlegender Physik und klinischer Relevanz zu schlagen und sowohl unser Verständnis der Infektionsbiologie als auch die Entwicklung neuer therapeutischer Strategien voranzutreiben.